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Allgemeine Informationen


Nach dem Berliner Bildungsurlaubsgesetz haben Sie als Auszubildende Gelegenheit während Ihrer Ausbildung Bildungsurlaub zu nehmen.

Sie können diese Fahrten mit einem Klassenlehrer, mit einem Fachlehrer oder auch völlig allein als Klassengemeinschaft durchführen. Wichtig sind eine gute Planung sowie ein gutes Konzept.

Die Anträge müssen in der Schule vom Abteilungsleiter/Abteilungsleiterin und vom Schulleiter/
Schulleiterin sowie dem Ausbildungsbetrieb genehmigt werden.  Wenn  Klassen solch eine Fahrt machen wollen ist  sicher zu stellen, dass der Großteil der Schüler/Schülerinnen an der Fahrt teilnimmt, eine Fahrt mit nur einem geringen Teil der Klasse wird i.d.R. nicht genehmigt.

Bei einer Gedenkstättenfahrt wird diese vom Berliner Senat mit 50 Euro pro Teilnehmer (außer die teilnehmenden Begleitpersonen) finanziert.

Ich versuche mit den Fahrten verschiedene Ziele zu verfolgen.
  • Aufarbeitung der deutschen Geschichte, insbesondere Aspekte des Nationalsozialismus und dessen Folgen. Dies geschieht durch einen Besuch einer Gedenkstätte und einer inhaltlichen Vorbereitung im Unterricht.
  • Herstellen eines ausbildungsrelevanten Bezugs durch eine Betriebsbesichtigung (z.B. Coca Cola in Prag oder das Skoda-Werk in Mlada Boleslav).
  • Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, wie der polnischen, der tschechischen oder der jüdischen.
  • Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Menschen / Kulturen.
  • Festigung der Klassengemeinschaft.
Exemplarisch möchte ich Ihnen Teilaspekte der letzten Gedenkstätten- und Bildungsfahrt erläutern, damit Sie eine Vorstellung vom Umfang und der Durchführung bekommen. Schüler und auch Ausbildungsbetriebe denken manchmal, fünf Tage Prag seien eine einzige, große Party.

Die Schülerinnen und Schüler der IK 54 A organisierten diese Fahrt selber, d.h. sie mussten sich Angebote für die Unterbringung und die Fahrt einholen, vergleichen und in der Klassengemeinschaft eine gemeinsame Entscheidung herbeiführen. Bei der inhaltlichen Gestaltung der Fahrt hatten die Schüler ein Mitspracherecht, bestimmte Inhalte waren jedoch durch mich fest vorgegeben, wie z.B. der Besuch der Gedenkstätte oder des jüdischen Viertels.

Außerdem mussten die Schülerinnen und Schüler vor der Fahrt Belegarbeiten zu verschiedenen Themen anfertigen, im Unterricht Referate halten und für ihre Mitschüler ein Handout zur Verfügung stellen. Diese Leistung wurde als eine schriftliche Leistung gewertet. Die Themen im Einzelnen bei insgesamt 18 Schülerinnen und Schülern:
  • Die Wannseekonferenz
  • Der Holocaust
  • Konzentrationslager allgemein und speziell
  • Die Nürnberger Prozesse
  • Geschichte und Tradition der jüdischen Bevölkerung
  • Die Sudetendeutschen und die Geschichte ihrer Heimat bis 1918 *
  • Die Tschechische Republik *
  • Die Europäische Union
  • Die Externalisierung von Arbeitsplätzen nach Osteuropa
          * Schülervorschläge

Das Programm:

Montag:   VORMITTAG: Ankunft
              NACHMITTAG: gemeinsame Stadtbesichtigung

Dienstag: GANZTÄGIG: Das jüdische Viertel in Prag, danach Freizeit

Mittwoch:  GANZTÄGIG: Besuch des Skoda-Werkes in Mlada Boleslav

Donnerstag: GANZTÄGIG: Besuch der Gedenkstätte Theresienstadt,  Reflexion und Verarbei-
                        tung des Erlebten durch ein Gruppengespräch, Abends gemeinsames Bowling

Freitag:   VORMITTAG: Auf den Spuren jüngerer deutscher Geschichte - die deutsche
                          Botschaft und die Situation 1989 - Besichtigung der Prager Burg
              NACHMITTAG: Heimreise