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Bilder - Gedenkstättenfahrt Theresienstadt und Prag, Mai 2011

Die Medienlandschaft ist schnelllebig und rasant, stressig und abwechslungsreich. Wir als Medienkaufleute stehen ständig unter Strom.
Als die Idee einer Bildungsreise aufkam, waren wir alle sofort vom Fernweh gepackt und sahen eine Chance Schreibtisch und Schulbank gegen eine Reise mit der Klasse zu tauschen. Doch wo sollte es hingehen? Diese Frage stand nur kurzzeitig im Raum. Schnell war uns klar, dass Prag immer eine Reise wert sei. Ein anderer wichtiger Aspekt war sicherlich auch die Bezahlbarkeit der Reise.

Nach langer Planung war es dann endlich soweit. Montagmorgen, ab zum Bahnhof, die Zugfahrt nach Prag konnte losgehen.

Angekommen und etwas träge entschlossen wir uns erstmal die Pension zu suchen und unsere Koffer abzustellen. Nach einer Verschnaufpause auf den Zimmern trafen wir uns um dann gemeinsam in die Innenstadt zu fahren, Geld zu tauschen und einen Snack zu uns zu nehmen. Später erkundeten einige die Shoppingmeile am Wenzelsplatz, andere gingen zur Karlsbrücke oder erholten sich bei einem kühlen Getränk von der Zugfahrt.
Am Abend aßen wir zusammen Pizza oder Pasta und ließen den ersten, doch sehr anstrengenden, Tag ausklingen.

Dienstag stand der erste Programmpunkt auf dem Plan, Theresienstadt. Die Führung durch dieses geschichtsträchtige Konzentrationslager war sehr spannend und informativ. Es ist auch für uns Schüler, die diesen schrecklichen Krieg nicht miterlebten, immer wieder ein Grauen sich vorzustellen, wie grausam diese Zeit wohl gewesen sein musste. Es ging vielen ziemlich nahe, diese Originalschauplätze zu besuchen.
Nach der Führung durch die kleine Festung, besuchten wir den großen jüdischen Friedhof nebenan und eine Wohnkaserne, in der die jüdischen Frauen untergebracht waren. Nach der Rückfahrt gingen wir wieder in der Gemeinschaft essen und besprachen unsere Erlebnisse des Tages.

Am Mittwoch stand das jüdische Viertel in Prag auf dem Plan.
Durch unsere vorher in der Schule vorbereiteten und gehaltenen Vorträge über das jüdische Leben in Prag und die jüdischen Kulturen, konnten wir nun die theoretischen Informationen mit eigenen Bildern kleiden. Nach dem Besuch des Friedhofs und den vier Synagogen hatten wir uns vorgenommen zusammen koscher essen zu gehen. Der Blick auf die Preise der Speisekarte verdarb uns jedoch den Appetit. Leider mussten wir nun den Plan ändern und woanders speisen.

Donnerstag stand eine lange Wanderung auf dem Programm. Mit kleinem Umweg zum „Eifelturm“ in Prag besuchten wir zunächst die deutsche Botschaft. Leider nur von außen, aber man konnte den berühmten Garten sehen, in dem zu Zeiten der DDR die Deutschen flüchteten und um Asyl baten. Anschließend ging es weiter zum Hradschin. Die bekannte Prager Burg thront absolut imposant und malerisch über Prag.
Nun stand der letzte Abend an und wir versammelten uns alle gemeinsam nach dem Abendbrot in einem gemütlichen Biergarten an der Moldau mit Live-Musik und Blick auf den beleuchteten Hradschin. Der Abend endete in gemütlicher Stimmung.

Freitag war unser Abreisetag. Da wir unsere Rückreise auf den Nachmittag gelegt hatten, nutzen wir den Vormittag um Präsente für die Daheimgebliebenen zu besorgen.
Gegen 17 Uhr verließ der Zug, mit einer Stunde Verspätung, den Bahnhof von Prag.

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Klassenfahrt immer eine super Sache ist. Es stärkt ungemein den Klassenverband und fördert die sozialen Strukturen. Es hilft seine Klassenkammeraden einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen und räumt im besten Fall auch mit Vorurteilen anderen gegenüber auf. Dadurch, dass wir uns nur zwei Mal in der Woche sehen, ist es nicht immer leicht ein richtiges Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln.
Wir haben bei dieser Reise festgestellt, dass solche Reisen mehr vom Land gefördert werden sollten, damit auch andere in diesen Genuss kommen können.
Dennoch sagen wir „Vielen Dank für die Unterstützung“ und verbleiben mit einem Zitat von Kafka: „Prag lässt nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen.“

AM 92
OSZ für Industrie und Datenverarbeitung
Berlin



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