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Bilder - Gedenkstättenfahrt Theresienstadt und Prag, Mai 2012

Am 07. Mai 2012, einem Montagmorgen um 6 Uhr versammelten sich die ersten Schüler der AM11_1 am Hauptbahnhof, da der Zug Richtung Prag schon um 6:45 Uhr losfuhr. Eigentlich hatten sich viele vorgenommen ein wenig zu schlafen, um fit in Prag einzutreffen, aber die Vorfreude überwog und der Großteil der Schüler vertrieb sich die 4 ½ stündige Fahrt mit Spielen, Essen und Quatschen.

Nachdem der Zug pünktlich in Prag eingetroffen war, führte uns Herr Wagner, der diese Fahrt schon mit mehreren Klassen unternommen hat, zu unserer Pension.

Dort hinterließen wir unser Gepäck, die ersten bezogen ihre Zimmer und wir erkundeten den nahegelegenen Supermarkt. Im Anschluss fuhren wir gemeinsam den kurzen Weg mit der Metro in die Stadt und schauten uns den Wenzelsplatz, die Karlsbrücke und die Innenstadt an. Das erste tschechische Bier genossen wir schließlich in einem Restaurant mit Blick auf die Karlsbrücke, direkt am Wasser. Leider fing es dort leicht zu nieseln an und die Sonne kam an diesem Tag nicht mehr zum Vorschein – doch das sollte sich in den nächsten Tagen ändern.

Wie auch an den folgenden Abenden, waren wir an diesem alle gemeinsam essen. Zwar konnten uns zu scharfe Pizza, versalzene Gnocchi und geschmacklose Tomatensuppe am ersten Abend nicht überzeugen, jedoch verdarb dies nicht unsere Laune.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück zum Busbahnhof, wo wir mit dem Bus nach Theresienstadt fuhren. Dort angekommen gingen wir zu Fuß zur Festung. Die Führung durch das ehemalige Arbeitslager und der anschließende Kurzfilm hat uns die Vergangenheit anschaulich und ergreifend näher gebracht. Danach besichtigten wir noch das dazugehörige Museum und eine Kaserne, in welcher musikalische und künstlerische Werke der jüdischen Bewohner des Ghettos ausgestellt waren.

Am frühen Abend haben wir nach der einstündigen Heimfahrt wieder gemeinsam in der Stadt auf einer schönen Dachterrasse gegessen. Das Wetter hat dazu eingeladen gemütlich draußen beisammen zu sitzen. Später waren wir noch mit den Lehrern auf Empfehlung von Herrn Wagner in einer netten Jazz Bar. Den Rückweg haben wir zu Fuß angetreten und konnten somit die erleuchteten Straßen Prags bei Nacht bewundern.

Mittwoch war eindeutig der anstrengendste Tag der Woche. Bei heißen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein ging es den langen Aufstieg über die geschichtsträchtige Deutsche Botschaft und das Gelände der Weltausstellung von 1895 hinauf zur Prager Burg. Herr Wagner verschwieg uns wohlwissend, dass auch eine Seilbahn uns den Weg hätte erleichtern können... Oben angekommen genossen wir die Aussicht, schauten uns die Prager Burg an, den St. Veits Dom und das „Goldene Gässchen“, in dem Franz Kafka zwei Jahre lang lebte und wirkte.

Der Großteil der Klasse machte sich am Abend noch auf den Weg das Nachtleben Prags zu erkunden und feierte bis morgens in dem größten Club Mitteleuropas an der Karlsbrücke. Gott sei Dank ging es am Donnerstag erst gegen 12:00 Uhr los zu den Prager Filmstudios. Wir freuten uns besonders auf diesen Programmpunkt, da dieser von allen am meisten mit unserer Ausbildung zu tun hat.

Frau Rudolf organisierte für uns eine komplette Führung durch die Innen- und Außensets und eine anschließende Führung durch den umfangreichen Fundus der Barrandov-Filmstudios. Bekannte Hollywoodfilme und Klassiker wie „Casino Royale“, „The Bourne Identity“, „Mission Impossible“,  „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und „Amadeus“ wurden dort gedreht. Am Abend erholten wir uns von diesem ereignisreichen Tag, die einen gut gebräunt, die anderen leicht verbrannt, bei einem guten Essen beim Italiener.

An unserem letzten Tag besuchten wir bei 29° C und wolkenfreiem Himmel das Jüdische Viertel. Wir besichtigten zwei Synagogen und den jüdischen Friedhof. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, sodass noch die letzten Andenken und Mitbringsel besorgt werden konnten. Um 15:30 Uhr mussten alle wieder pünktlich am Hotel sein, da unser Zug Richtung Berlin um 16:30 Uhr abfuhr.

Diese Reise war wirklich eine tolle Erfahrung, sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer. Wir haben viel gelernt, Spannendes zusammen erlebt und sind nun definitv enger zusammengewachsen. Abschließend können wir, ganz nach Franz Kafka, sagen: „Prag lässt nicht los.[...]Dieses Mütterchen hat Krallen.“

Die Schülerinnen und Schüler der AM11-1

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